Es geht los: Mit den Promenaden-Galerien entsteht ein Stadtjuwel

Bis 2017 werden an der Promenade ein modernes Medienhaus, ein Hotel, Geschäfte und Wohnungen gebaut. Stadtpolitiker, Anrainer und Behörden sehen in dem Projekt eine Bereicherung für die Linzer Innenstadt

„Die Promenaden-Galerien sind eine Bereicherung, weil sie die Innenstadt rund um die Landstraße stärken. Architektonisch ist das Projekt sehr gelungen. Modern, passend für die City.“ Das sagt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger zur geplanten Neugestaltung des Geviertes Promenade-Steingasse/Herrenstraße-Waltherstraße.

Nach jahrelangen Vorbereitungen ist es nun so weit – die Oberösterreichischen Nachrichten bekommen mit dem modernen Medienhaus ein neues Zuhause, gleichzeitig entsteht ein urbanes Zentrum mit Geschäften, Lokalen, Wohnungen und einem Hotel. Die Fassaden der Häuser Promenade 23 und 25 bleiben, wie immer geplant, bestehen. Baustart für das Projekt ist am 22. April, in der ersten Phase wird mit dem Bau der Tiefgarage begonnen.

Es werde Licht!

„Wir dürfen stolz darauf sein und haben hart für dieses Projekt gearbeitet. Es ist in schwierigen Zeiten ein großes Unterfangen“, freut sich Bauherr und OÖN-Herausgeber Rudolf Andreas Cuturi über den großen Zuspruch. Ebenso wie Gerhard Sailer und Heinz Lang, preisgekrönte Architekten von HALLE1, und Planer der Promenaden-Galerien. „Wichtig ist der städtebauliche Ansatz des Querens“, sagt Gerhard Sailer. Wer die Galerie von der Promenade aus betritt, findet sich nach wenigen Metern in einer verglasten, lichtdurchfluteten Halle wieder. Entlang dieses neuen Weges zur Steingasse werden Cafés, Restaurants und Geschäfte entstehen. Und natürlich gemütliche Plätze zum Verweilen.

Herzstück wird der neue Newsroom für die OÖN. Darunter – im Erdgeschoß – entsteht ein Veranstaltungssaal. Die große OÖNachrichten-Familie wird in vielerlei Hinsicht von den Galerien profitieren, ohne dafür einen Beitrag leisten zu müssen. Denn finanziert werden die Promenaden-Galerien vom Bauherrn und Eigentümer Rudolf Andreas Cuturi.

„Perfekte Planung“

„Als Stadtplaner kann man nur zu diesem Vorhaben stehen. Es ist bestechend, besonders durch die Arkadenverbindung von Promenade zur Steingasse“, sagt Wolf-Dieter Albrecht, Leiter der Stadtplanung Süd der Stadt Linz.

Ähnlich argumentiert Klemens Pfleger, der als Leiter der Bauamtabteilung Nord der Stadt Linz das Behördenverfahren abgewickelt hat. „Die Einreichung war perfekt und die Zusammenarbeit hervorragend. Die Planung erfolgte nach den Richtlinien der Bautechniknovelle. Die Anrainer waren vor dem Lokalaugenschein bestens informiert, alles war transparent“, sagt Pfleger, dessen Galerien-Bauakt bereits acht Ordner umfasst.

„Es gab kaum Einwände, und in den wenigen Punkten sind wir den Anrainern entgegengekommen“, sagt Cuturi. Die Umgestaltung des Areals soll sensibel und lärmarm durchgeführt werden. Deshalb wurde in der Vorentwurfsphase mit der Stadt Linz und dem Verkehrsplanungsbüro ein optimales Verkehrskonzept für die Bauphase erarbeitet.

„Erträgliche Bauphase“

Für die OÖNachrichten leiten Hans Hinterreiter und Susanne Sattmann-Baert (Facility-Management) das Großprojekt. Hinterreiter: „Wir werden uns bemühen, in der Bauphase alles so erträglich wie möglich zu gestalten. Das gilt sowohl für die Anrainer als auch für die Mitarbeiter.“ Mit dem Bau der Promenaden-Galerien wird das Areal – nach der Absiedlung der OÖN-Druckerei nach Pasching – endgültig vom einstigen Industriegebiet mit täglichem Lkw-Verkehr zum lebenswerten Stadtviertel.

Details zum Projekt der Promenaden-Galerien

11.900 Quadratmeter groß ist das Areal, das zwischen Promenade und Steingasse beziehungsweise zwischen Herrenstraße und Waltherstraße liegt.

600 Stellplätze wird die neue Tiefgarage insgesamt umfassen. Sie wird weitgehend unter dem gesamten Areal geführt und drei Etagen tief in die Erde gebaut. Ein- und Ausfahrten finden sich dann jeweils auf der Promenade sowie in der Steingasse.
Altbestand: Die Häuser Promenade 23 und 25 bleiben bestehen. Die ersten zwei Etagen werden künftig vom Medienhaus Wimmer genutzt (unter anderem Tips). Das zweite und dritte Obergeschoss soll für externe Nutzung vorgesehen werden.

2000 Quadratmeter des Areals werden als Gastronomie- und Geschäftsflächen zur Verfügung stehen. Diese sind ausschließlich im Erdgeschoss angesiedelt und bestehen etwa aus einem Café, Restaurants und Geschäften.

Zeitplan: Baustart für das Projekt ist am 22. April nach Ostern, die geplante Bauzeit bis zur Fertigstellung beträgt drei Jahre – inklusive Tiefgarage.

60–65 Wohnungen werden bei der Realisierung der Promenaden-Galerien in der Innenstadt neu entstehen. Es handelt sich dabei ausschließlich um Mietwohnungen, vorwiegend mittlerer Größe (55 und 90 Quadratmeter), angesiedelt im vierten und fünften Obergeschoss.

Immobilien: Verantwortlich für das Immobilien-Management der Wimmer Medien ist Paolo Cuturi. Anfragen hinsichtlich Vermietung von Geschäfts- und Büroflächen sowie Wohnungen richten Sie bitte per Mail an p.cuturi@nachrichten.at

Projektleiter: Bei Hans Hinterreiter, Leiter der IT und Gebäudemanagement der OÖNachrichten, laufen alle Fäden zusammen. Er trägt die Verantwortung für die Abwicklung des Projektes der Promenaden-Galerien, das akribisch und umfassend vorbereitet wurde. Unterstützt wird er dabei von seinem Team um Susanne Sattmann-Baert und von Thomas Oberhofer (Firma Redserve).

 

Historie

1843 – Druckerei: Josef Wimmer übernimmt das Druckereigeschäft an der Promenade und das Haus Herrenstraße 6. Elf Setzer und Drucker sind beschäftigt.

1865 – Tagespost: Am 1. Jänner 1865 erscheint die erste Ausgabe der „Tagespost“, Vorläufer der OÖN. Die Zeitung abonnieren 61 Leser, ein Jahr später 1700.

1904 – Setzmaschine: In der Druckerei wird die erste Setzmaschine aufgestellt und erleichtert die Arbeit der Setzer. Nach längeren Überlegungen entschied sich Julius Wimmer für Linotype und gegen Typograph.

1945 – Weltkrieg: Die amerikanische Besatzungsmacht erteilt der neu gegründeten „Demokratischen Druck- und Verlagsgesellschaft m.b.H.“ die Lizenz zur Herausgabe einer neuen Tageszeitung mit dem Titel „Oberösterreichische Nachrichten“.

1988 – Rudolf A. Cuturi: Der Ururenkel von Firmengründer Josef Wimmer ist zu 99 Prozent Eigentümer, ein Prozent hält seine Frau Daniela. Zwei Jahre später läuft die Produktion der OÖN auf einer neuen Rollenoffset-Rotationsmaschine an. Kosten: 150 Millionen Schilling.

2003 – Neue Druckerei: Im September wird das neue Druckzentrum in Pasching eröffnet – mit drei Drucktürmen. Dort werden neben den OÖN und Tips insgesamt 40 Zeitungstitel produziert.

2018-01-10T14:26:26+00:0022.07.2016|